Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch
eBook

€ 17,00 [DE] | CHF 24,50 [CH] | € 17,50 [A]

€ 13,99 [DE] | CHF 17,00 [CH]

Jean-François Parot

Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale

Roman

Der dritte Roman in der Commissaire-Le-Floch-Reihe.

Paris 1770: Mit einem großen Feuerwerk lässt König Ludwig XV. die bevorstehende Hochzeit des Thronfolgers mit der österreichischen Prinzessin Marie-Antoinette feiern. Als einige Feuerkörper fehlgeleitet werden, bricht Panik auf der Place Louis XV. aus. Dutzende von Menschen werden zu Tode getrampelt. Commissaire Nicolas Le Floch stößt auf eine Leiche, die am Hals auffällige Spuren aufweist und in der erstarrten Hand eine Perle aus Obsidian hält: Diese Frau ist offensichtlich mit einem Strick ermordet worden.

Es handelt sich um die hübsche 19-jährige Élodie Galaine, Mitglied einer Pelzhändlerfamilie, die erst vor Kurzem wieder aus Quebec zurückgekehrt ist. Eine genauere Untersuchung des Leichnams ergibt, dass sie schwanger gewesen sein muss und vermutlich erst kurz vor ihrem Tod entbunden hat. Élodies Familie wirkt seltsam unbeührt vom Tod der Nichte, scheint sich aber auf Naganda, einen Indianer aus Quebec, der Élodies Diener war und jetzt wie vom Erdboden verschwunden ist, als Hauptverdächtigen zu einigen.

Das Buch spielt in Paris, Frankreich

Regelmäßig neue Buchtipps bekommen!

Leserstimmen

spannender Historienkrimi

Von: Cintolino Datum: 12. April 2019

bei dem Buch kommen alle auf ihre Kosten, Krimi-Fans, historisch Interessierte genauso wie Liebhaber von tragischen Liebesgeschichten.

Für Liebhaber lesenswert

Von: Susann Schönbach Datum: 17. März 2019

Für Liebhaber von französischen Kriminalromanen ist es sehr lesenswert. Ich habe mich erst reinlesen müssen.
Die Geschichte ist gut erzählt , zwischendurch etwas langatmig erzählt , aber sonst gut zu lesen.

mehr Leserstimmen anzeigen

Perfekter Schmöker für lange Winternachmittage

Von: Leseesel Datum: 02. März 2019

Spannende Story an sich: Paris vor der Revolution, verbotene Liebe, Verbrechen und Familiengeheimnisse - eingewoben in eine zwispältige Epoche. Die Französische Revolution bahnt sich an, die Aufklärung hat sich in den Köpfen der Bürger eingenistet, aber dennoch sind sie ihrem König treu. Neid unter den einfachen Bürgen auf die, die sich trauten nach Übersee auszuwandern, Unverständnis für andere Kulturen und Denkweisen.
Warum die 3 Sterne? Viele französische Namen, die unweigerlich und trotz der Namensliste verwirren. Zum Teil wurden nicht alle geschichtlichen Ereignisse, die in der deutschen Übersetzung im der Originalsprache vorkommen, am Ende im Register erläutert - Schade!
Dazu kommen einige Dialoge, deren Sinnhaftigkeit sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht erschließt.
Drittens, fällt das Weiterlesen bei einigen Abschnitten schwer. Besonders der Teil mit der Besessenheit zieht sich meiner Meinung nach wie Kaugummi. Mir persönlich fällt es auch schwer noch 20 Seiten weiter zu lesen, wenn der Mord aufgeklärt und der/die/das Schuldige (*no spoiler*) schon gefunden und verurteilt wurde.

Dennoch (z.T.) durchaus fesselnde Geschichte, die mit zahlreichen geschichtlichen Fakten und Randinfos gespickt ist. Dies kann man mögen (vor allem weil man sich das damalige Paris lebhaft vorstellen kann), muss man aber nicht (dann sollte man aber auch gleich zu einem anderen Buch greifen).

Daher mein Fazit: guter Schmöker für lange, graue Winternachmittage.

Nicolas Le Floch

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum: 27. Januar 2019

„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor

„Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale“
von Jean-Francois Parot

1. Commissaire Le Floch & das Geheimnis der Weißmäntel
2. Commissaire Le Floch & der Brunnen der Toten
3. Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale

Jean-François Parot verstarb am 23. Mai 2018. In Frankreich sind zu diesem Zeitpunkt 13 Bände von Commissaire Nicolas Le Floch erschienen. Der Blessing Verlag hat nun den dritten Band dieser historischen Krimireihe in Deutschland veröffentlicht. Außerdem gibt es zusätzlich noch gratis ein E- Book „Die Welt des Commissaire Le Floch“. Dieses gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des Autors und gewährt Einblicke in die Alltagskultur des 18. Jahrhunderts.

Paris 1770

Ein großes Fest steht in Paris an. Mit einem Großereignis lässt König Ludwig XV die bevorstehende Hochzeit seines Thronfolgers Ludwig XVI mit der österreichischen Prinzessin Marie-Antoinette feiern. Tausende Bürger haben sich auf dem Place Louis XV (heute Place de la Concorde) eingefunden, um das spektakuläre Feuerwerk zu bestaunen. Hier kommt es jedoch zu einem großen Unglück, denn durch fehlgeleitete Raketen bricht ein Feuer aus und eine Massenpanik bricht aus. Es gibt unzählige Verletzte und viele Menschen werden zu Tode getrampelt. Nicolas Le Floch ist ebenfalls vor Ort und beobachtet das Geschehen von einem Turm aus, kann aber nicht eingreifen. Die Katastrophe nicht verhindern.
Unter den Toten befindet sich auch die 19-jährige Élodie Galaine, die Kratzspuren am Hals aufweist und eine schwarze Perle aus Obsidian in ihrer erstarrten Hand hält. Diese junge Frau ist gerade aus Quebec zurück gekehrt und ist die Nichte eines Pelzhändlers. Eine genauere Untersuchung ergibt, dass die junge Frau ermordet wurde. Außerdem war sie schwanger gewesen und muss kurz vor ihrem Tod entbunden haben. Um die Tat zu vertuschen, wurde sie einfach zwischen die Toten des Feuerwerkes gelegt. Als Hauptverdächtiger gerät nun der Diener der Toten in Verdacht. Naganda, ein Indianer aus Quebec, der vom Wohnort der Familie geflüchtet ist.


Fazit:
Der Blessing Verlag bleibt bei der Gestaltung des Buches seiner Linie treu. Das Cover trägt die gleiche Handschrift wie zuvor, lediglich die Schriftfarbe ist diesmal grün. Und wieder steht vor jedem Kapitel ein passendes Zitat. Am Ende des Werkes befindet sich ein Verzeichnis mit allen historischen Persönlichkeiten, die in diesem Roman mitspielen. Eine Karte von Paris, gekennzeichnet mit den Orten die eine Rolle spielen, befindet sich im vorderen und hinteren Buchdeckel. Ich kann nur sagen, alleine die Aufmachung des Buches ist eine optische Freude und es macht einfach Spaß, diese Bücher in der Hand zu halten; Sie sind mit sehr viel Liebe zum Detail gefertigt worden. Und bei jedem Band den ich in der Hand halte, frage ich mich immer wieder aufs neue, warum bringt der Blessing Verlag so eine Buchperle nicht als Hardcover heraus?

Ja, – und nicht zuletzt kommt natürlich hinzu, dass Jean-Francois Parot ein begnadeter Schriftsteller ist und es auch bei diesem dritten Band mir eine große Freude war, ihm bei seiner historischen Kriminalreise zu folgen. Auch dieser Kriminalroman bleibt spannend. Der Autor liefert uns eine tolle und sehr ausgefeilte Geschichte mit neuen Ideen und Themen. Keine Wiederholungen, auch Ermüdungserscheinungen treten nicht auf, die ja oft bei Mehrteilern irgendwann einsetzen. Auch seine historischen Beschreibungen sind wieder hervorragend recherchiert. Man erhält sehr detaillierte historische Einblicke in den Pariser Alltag, die gesellschaftlichen Entwicklungen und Stimmungen des 18. Jahrhunderts.
Die Protagonisten des Buches sind einem mittlerweile vertraut und auch schon ans Herz gewachsen, – es ist schön sie wieder in Aktion zu erleben. Es bereitet Vergnügen einen nun gereiften Nicolas Le Floch zu erleben, festzustellen, dass seine Entwicklung von Buch zu Buch passend und stimmig ist.

Der vierte Band der Reihe „Commissaire Le Floch und das Gift der Liebe“ erscheint am 24. Juni 2019 und ich freue mich jetzt schon darauf.

„Commissaire Le Floch“ wieder einmal beste historische Krimiunterhaltung auf hohem Niveau !!!


Besten Dank an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar.

Gutes Buch

Von: Kit107244 Datum: 21. Januar 2019

Gut erzählte Handlung, man muss die vorherigen Teile nicht gelesen haben, um folgen zu können.

Le Floch

Von: Kathrin Köhne-Müller Datum: 20. Januar 2019

Das Buch hat mir gut gefallen. Man wird beim Lesen in eine ganz andere Zeit versetzt und muss sich zunächst daran gewöhnen, dass es keine Autos oder Handys gibt. Heutzutage wird alles schnell erledigt, aber in der vorliegenden Zeit musste man mit der Kutsche fahren und vieles direkt von Angesicht zu Angesicht erledigen. Es war auch nicht störend, dass es nicht der erste Band vom Kommissar Le Floch ist. Manchmal wird auf einen zurückliegenden Fall verwiesen, aber das Lesen des vorliegenden Buches kann eigenständig erfolgen. Ein gelungener historischer Roman, der anregt, weitere Bücher aus der Reihe zu lesen. Absolut lesenswert!

Ein gelungener Streifzug ins Paris des 18. Jahrhunderts

Von: Geschichte in Geschichten Datum: 20. Januar 2019

Jean-François Parot versteht es auf ganz besondere Weise, das Paris des Ancien Régime, also der Zeit vor der Revolution, für seine Leser aufleben zu lassen. „Das Phantom der Rue Royale“ enthält wieder alle Bestandteile des bewährten Erfolgsrezeptes. Die Ermittlungen verlaufen dieses Mal etwas weniger rasant und actionreich, dafür tauchen wir aber wieder tief in die Abgründe menschlichen Handelns ein. Die Auflösung des Verbrechens vollzieht sich wie üblich in einer genial inszenierten Beweisführung von Le Floch. Nur für einige übernatürlich erscheinenden Phänomene bleibt Monsieur le Commissaire in diesem Fall eine überzeugende Erklärung schuldig. Trotzdem kommt man als Leser voll auf seine Kosten. Mir haben das „Gesamtpaket Le Floch“ und der Streifzug durch das Paris des 18. Jahrhunderts wieder großen Spaß gemacht, und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil, der im Juni erscheint. Übrigens finde ich auch die Gestaltung der Bücher wunderschön gelungen – schlicht, aber edel, und mit den Ausschnitten aus dem historischen Stadtplan (Plan de Turgot, 1736) auch sehr passend. Chapeau!

Tolles Buch

Von: Wildfire Datum: 06. Januar 2019

Die Beschreibung ist so gut, dass man sich direkt in das Geschehen hinein versetzen kann. Das Buch ist wirklich spannend geschrieben.

Spannender historischer Krimi mit vielen interessanten Details

Von: EvelynM Datum: 06. Januar 2019

Wir schreiben das Jahr 1770 als in Paris die bevorstehende Vermählung des Thronfolgers mit Marie-Antoinette mit einem Feuerwerk auf dem Place Louis XV gefeiert wird. Was als großes Spektakel für die gesamte Einwohnerschaft der französischen Hauptstadt geplant war, endet in einem riesigen Drama, bei dem viele Menschen zu Tode kommen. Commissaire Nicolas de Floch, der vom König als Beobachter der Feierlichkeiten eingesetzt wurde, befindet sich mitten in diesem Albtraum aus Feuer, Toten, unfähigen und rivalisierenden Polizisten und behindert durch eine verschlossene Türe, die ihn zwingt, zunächst einen Weg von seinem Beobachtungsposten in die Straßen zu finden. Unterstützt von seinem Freund, dem Marinearzt Semargcus, und dem Inspecteur Bourdeau macht er sich an die Aufklärung der Umstände, die zu diesem Unglück geführt haben. Dabei entdeckt er die Leiche einer jungen Frau, die nachweislich nicht an den Folgen des Tumults gestorben ist. Élodie Galaine wurde erwürgt und zudem hatte sie vor kurzem ein Kind entbunden. Schnell stellt sich die Frage, wer ihre Leiche zur Verdeckung des Mordes zu den vielen anderen Leichen in den Straßen von Paris geworfen hat. Die gesamte Familie Galaine, angesehene Pariser Pelzhändler, verstrickt sich in Lügen und erschwert Le Floch die Aufklärung des Mordes. Niemand scheint um die junge Frau zu trauern und ihr Diener Naganda, ein Indianer vom Stamme der Micmac, scheint zunächst der Hauptverdächtige im Mordfall zu sein. Vom König Louis XV wird Commissaire Le Floch beauftragt, die Geschehnisse in der Nacht des Feuerwerks aufzuklären. So hat Nicolas Le Floch rasch alle Hände voll zu tun, um beide Vorkommnisse aufzuklären.
Dieser historische Kriminalroman zeichnet sich durch ein hohes Maß an Hintergrundinformationen zur Zeit Louis XV aus – Paris zum Ende des 18. Jahrhunderts entsteht vor meinem inneren Auge. Das Leben und Aussehen der Menschen wird ebenso detailreich beschrieben wie die Gepflogenheiten am Hofe und die Umgangsformen der Pariser Bevölkerung. Auch die Polizeiarbeit der damaligen Zeit bekommt durch den Erzählstil des Autors die nötige Aufmerksamkeit, um der Handlung jederzeit problemlos folgen zu können. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, da so viele Informationen in den Kriminalroman einflossen, dass ich mich beim Lesen sehr konzentrieren musste. Doch dies machte sich schnell bezahlt und ich konnte das Buch kaum mehr zu Seite legen, so sehr nahmen die Ermittlungen des jungen Commissaire Nicolas Le Floch an Fahrt auf. Dies ist mein erster Band aus der Reihe des Autors Jean-Fraincois Parot und ich muss sagen, dass mir sein Schreibstil und seine Detailgenauigkeit sehr gut gefallen haben. Die Personenliste am Anfang des Buches, die Anmerkungen zu den historisch verbürgten Persönlichkeiten jener Zeit und das Glossar am Ende haben mir geholfen, mich im Paris des ausgehenden 18. Jahrhunderts zurecht zu finden. Auch die Karten mit wichtigen Orten in Paris um 1770 finde ich ganz hilfreich, um sich die Entfernungen gut vorstellen zu können. Es ist wie eine Geschichtsstunde, ohne dass je Langeweile aufkommt oder gar die spannende Aufklärung des Mordes an Élodie Galaine und die Umstände zum Unglück auf dem Place Louis XV in den Hintergrund treten. Commissaire Le Floch gelingt es, mit Verstand, geschickter Taktik und dem nötigen Mut sich zu behaupten und die Ermittlungen nach seinem Gutdünken zu leiten. Er bekommt im Laufe des Romans immer mehr Konturen und ist mir mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen. Dabei spielte es keine Rolle, dass er mir bisher unbekannt war. Ich habe große Lust, Le Floch durch seine ersten beiden Fälle noch besser kennenzulernen. Seine Vorgehensweise erinnert mich an Hercule Poirot und Miss Marple und auch das Setting zum Schluss des Buches hat mich an diese beiden berühmten Charaktere des britischen Krimigenres erinnert. Chapeau kann ich da nur sagen!

Positiv überrascht

Von: Charly Datum: 06. Januar 2019

In Paris kommt es während eines Feuerwerks zur bevorstehenden Vermählung im französischen Königshaus zu einem Unglück. In Folge dessen entsteht eine Massenpanik, bei der es viele Tote gibt. Commissiare Le Floch entdeckt unter den Toten eine junge Frau, deren Verletzungen ihm komisch vorkommen. Seine Ermittlungen führen zur Familie der Verstorbenen, bei denen auch ein geheimnisvoller Indianer lebt. Von der Familie wird dieser schnell als Täter ausgemacht. Doch stimmt das? Und warum verhalten sich die Familienmitglieder so? Und wo ist das kurz vorher entbundene Kind der Toten?

Die Auflösung des Falls ist intelligent und überraschend. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel - es lohnt sich das Buch zu lesen!


Mit historischen Romanen ist es oft nicht ganz einfach. Bräuche, Gebäude und Gegebenheiten sind häufig anders als heute und bedürfen leider meist einer Erklärung/Erläuterung. Das macht das Lesen solcher Romane häufig anstrengend.

Das ist in diesem Krimi-Roman zum Glück anders. Ich wurde positiv überrascht. Es gibt im Glossar eine gute Zusammenfassung der relevanten und wichtigen Begriffe, aber es MUSS auch nicht nachgeschlagen werden. Auch ohne Glossar ist das Buch gut lesbar und verständlich. An der einen oder anderen Stelle wären ein paar Details weniger vielleicht besser gewesen - aber das ist hier Jammern auf hohem Niveau.

Das Buch kann sehr gut gelesen werden. Die Sprache wurde gut übersetzt und liest sich sehr angenehm. Der Schreibstil ist zeitlos und eine klare Sprache rundet das sehr positive Bild ab.

Ich kann das Buch allen Freunden historischer Romane empfehlen. Und auch Krimi-Freunden sei es empfohlen. Denn neben einer tollen Unterhaltung durch das Buch erfährt der Leser viel über Paris im 18. Jahrhundert und die besondere Zeit der Aufklärung.

Lediglich kleine Fehler in der in der Logik (Datumsangaben scheinen falsch) und der Übersetzung trüben den sehr guten Eindruck.

Spannende Reise ins Paris von 1770

Von: Cherimole Datum: 06. Januar 2019

Eine wunderschöne Mischung aus Geschichtsstunde und Kriminalroman.
Der Autor versteht es, durch seine detailreiche und lebendige Schilderung, den Leser ins Paris im Jahre 1770 zu versetzen.
Die Darstellung der damaligen Organisation der Polizei und der Ermittlungsmethoden fand ich als Krimifan hochinteressant.
Ebenso die Verflechtung historisch verbürgter Personen mit fiktiven Personen wie dem Protagonisten Nicolas Le Floch.
Von mir eine klare Leseempfehlung!

Paris ist soviel mehr als Moulin Rouge und Eiffelturm

Von: cacambo Datum: 06. Januar 2019

Das mittlerweile dritte Buch der Commissaire Le Floch Reihe des französischen Autors Jean-Francois Parot war meine erste Begegnung mit dem jungen, sympathischen Hauptdarsteller.

Zuerst hat mich der Hinweis „Ein historischer Paris-Krimi“ abgeschreckt, bin ich doch kein Fan von historischen Romanen...doch wie ich mich geirrt habe...

Willkommen in Paris, im Jahr 1770. Heute gibt es ein Ereignis über das die Welt noch lang sprechen wird. Auf dem Place Louis XV haben sich tausende Bürger der Stadt eingefunden, um das Feuerwerk, das der Hochzeit Ludwig XVI mit Marie-Antoinette folgt, mitzuerleben.
Auch dabei ist Commissaire Nicolas Le Floch, um das Geschehen zu beobachten und ein Auge auf die Dinge zu haben.
Doch eine fehlgeleitete Rakete, Schreie, flüchtende Menschen und eine Massenpanik später gibt es unzählige Verletzte und über 100 Tote...
Eine der Toten, eine junge Frau sticht heraus...Strangulationsmerkmale am Hals und eine schwarze Perle in der toten, starren Hand.

Wer die junge Frau ist, ist in diesem Roman nicht die Frage und sehr schnell geklärt. Viel wichtiger ist das Wer? Warum? Wie? Diese Fragen lassen Nicolas Le Floch nicht los und ihn sogar an seinem eigenen Verstand zweifeln.

Packend von der ersten bis zur letzten Seite, hat mich dieser Roman gefesselt.
Vor dem geistigen Auge entsteht das Paris dieser Zeit, mit all seinen Adeligen, dem Reichtum und auch der Armut, dem Dreck, den Gerüchen...die die Nase rümpfen lassen.

Lange wurde ich nicht so gut unterhalten wie in „Commissaire Le Floch & das Phantom der Rue Royale“, mit hervorragend gezeichneten Figuren, glaubhaften Dialogen und einem Schluß, der mich ziemlich kalt erwischt hat.
Jetzt muss ich wohl die anderen Romane auch lesen, denn Commissaire Le Floch ist jemand, der wie Poirot zu einem Menschen wird, dem man folgen möchte und wissen will, wie er tickt.

Mit diesem Buch bin ich nicht warm geworden.

Von: Stephmausi Datum: 06. Januar 2019

Die meisten Bücher schaffen es, dass ich hinter die Worte tauchen kann und in meinem Kopf die erzählte Geschichte lebendig wird. Bei diesem Buch war das leider nicht so. Ich habe mich durch die 400 Seiten starke Geschichte geschleppt, mich die ersten 200 Seite gefragt, warum das Buch "das Phantom der Rue Royale" heißt und bin einfach mit keinem Charakter warm geworden. Die beschriebenen Personen sind zwar (nicht alle) unsympathisch, aber für mich blieben die Akteure flache und glanzlose Beschreibungen, ohne eigenen Atem. Selbst die "Action"-Szenen haben mich nicht mitgerissen, sondern zum Teil in der Hälfte verloren, weil mir der rote Faden gerissen ist, wer jetzt was wie wo macht.
Der Kriminalfall ist einigermaßen originell und wer nicht nach einem Buch zum Abtauchen, sondern nach einer seichten Krimigeschichte sucht, ist hier genau richtig.

Ein anderer Krimi

Von: Sylvia Datum: 06. Januar 2019

Das Buch ist im vorigen Jahrhundert angesiedelt. Spiegelt die Gesellschaft und erzählt
spannend und interessant einen Krimi.
Hat man angefangen zu lesen, kann man das Buch nur schwer weglegen, man will wissen
wie es weiter- bzw. ausgeht.

Zeitreise nach Paris ins 18. Jahrhundert

Von: Lesebiene Datum: 05. Januar 2019


Der Dritte Roman des Commissaire Le Floch Reihe.

Paris 1770 feiert König Ludwig XV, die Hochzeit seines Sohnes mit der österreichischen Prinzessin Marie- Antoinette mit einem großen Feuerwerk. Im Auftrag von Sartine beobachtet Nicolas Le Floch auf der Place Louis XV das Geschehen. Einige Feuerwerkskörper detonieren zur falschen Zeit am falschen Ort, ein Feuer bricht aus, es entsteht eine Massenpanik. Nicolas möchte eingreifen, aber auf den Straßen herrscht das nackte Chaos. Nicolas Le Floch stößt auf eine Leiche, die am Hals auffällige Spuren aufweist und in der verkrampften Hand eine Perle aus Obsidian hält: Diese Frau ist offensichtlich mit einem Strick ermordet worden. Eine Autopsie zeigt das die Frau ermordet wurde und zur Vertuschung der Tat unter die Opfer des Feuerwerks gelegt wurde.

Wer könnte ein Interesse an dem Tod der jungen Frau haben?

Nicolas Le Floch wird mit den Untersuchungen beauftragt. Er läuft gegen Wände, da offenbar jeder etwas zu verbergen hat und sieht sich während seinen Ermittlungen mit Ereignissen konfrontiert, die weit über seine Vorstellungskraft hinausgehen…


Das Buch war trotz das ich die Vorgänger Reihe nicht kannte, sehr spannend aufgebaut und fesselte mich, ich konnte es nicht weg legen. Man taucht in das Paris der Vergangenheit ein.


Ich werde mir noch die anderen Bücher der Reihe Le Floch von Jean - Francois Parot besorgen und werde das Buch weiter empfehlen.

Jean - Francois Parot im Mai 2018 verdorben.


Band 1
Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
Band 2
Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Band 2
Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten

Band 3
Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale


Band 4
Commissaire Le Floch und das Gift der Liebe
Erscheint im Juni 2019

Mitreißend bis zum Schluss!

Von: Biancaneve Datum: 05. Januar 2019

Das Feuerwerk zur bevorstehenden Hochzeit des Thronfolgers im Jahr 1770 sollte für alle Pariser ein großes Fest werden, endet aber in Massenpanik und zahlreichen Toten. Dennoch sticht eine Tote aus den Aufgebahrten hervor, denn Würgemahle am Hals lassen einen Mord vermuten. Mit den – ihm zu jener Zeit zu Verfügung stehenden Mitteln, also ganz ohne moderne Möglichkeiten wie z.b. DNA-Analysen - macht sich Commissaire Le Floch auf die Suche nach dem Mörder.
Aufgrund des recht angenehmen Lesestils kommt man im seitenstarken Buch recht schnell voran. Gekünstelte, mit Gewalt auf den historischen Zeitraum getrimmte Sprache wird zum Glück nicht verwendet. Es ist ein wahrer Genuss, Le Floch bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Selbstverständlich gibt es eine größere Anzahl von Verdächtigen, doch selbst wenn man als Leser fast bis zum Ende im Dunkeln tappt: dieser historische Krimi ist ein wahrer Lesegenuss! Sowohl der Kommissar als auch seine Helfer sind durchwegs sympathisch gezeichnet, und insgesamt sind alle Charaktere sehr gut beschrieben.
Gleich zu Beginn des Buches hilft eine Liste der Personen sich in der Vielzahl der Beteiligten zurecht zu finden. Im Anhang befindet sich ein Verzeichnis der historischen Persönlichkeiten sowie ein Glossar, in dem französische Begriffe erklärt werden. Der detailverliebte Leser kann sich in den Innenseiten des Klappumschlags am Stadtplan von Paris orientieren. Nicht zu vergessen und besonders ansprechend sind auch die kulinarischen Höhepunkte, die mit dem einen oder anderen Rezept unterstrichen werden.
Der Kriminalroman ist ein rundum recht gelungenes Werk, das zu Recht eine absolute Leseempfehlung von mir erhält!

Absolut lesenswert

Von: Sabine Datum: 04. Januar 2019

Da ich historische englische Romane und Krimis mag, lag es nahe, den "Paris-Krimi" zu lesen.
Die Geschichte um den jungen Kommissar Le Floch ist liebevoll aufgebaut. Das damals gängige Gesellschaftsbild der einzelnen sozialen Schichten wird gut herübergebracht.
Die Ermittlungstätigkeiten bei dem zu lösenden Mord an einer jungen Frau sind detailliert und aufwändig beschrieben. Zur Seite stehen dem Kommissar drei loyale Männer, der Polizeiinspektor, der mit ihm befreundete Wundarzt und der Henker von Paris. Es wird deutlich, wie wichtig und lebensnotwendig ein gut funktionierendes Netzwerk auch im 18. Jahrhundert war. Über die Motive und den/die Täter tappt man lange im Dunkeln, umso mehr überrascht es dann am Ende.
Leider ist das Buch durch überlange Schachtelsätze teilweise schwer zu lesen.
Hilfreich und fast unverzichtbar ist die Liste der Personen und ihrer Funktionen am Anfang des Buches.
Auch das am Ende eingefügte Glossar mit Erläuterungen zu im Buch erwähnten realen Personen, Orten und Begriffen ist eine gute Idee.
Resumee: ein lesenswerter Roman für geschichtlich interessierte und anspruchsvolle Leser!

Anspruchsvolle Lektüre

Von: urmi08 Datum: 03. Januar 2019

Das war mein erster Le Floch - Roman und wird wahrscheinlich nicht mein Einziger bleiben. Jean-Francois Parot schreibt sehr unterhaltsam und spannend. Er geht dabei detailliert auf die Pariser Geschichte des 18. Jahrhunderts ein. Wichtig fand ich, dass französiche Begriffe und historische Persönlichkeiten im Anhang beschrieben sind. Mir hat das Buch viel Spaß gemacht und ich kann es Jedem empfehlen, der historische Bücher mit Anspruch mag!

Le Floch und das Phantom in der Rue Royale

Von: Irmgardb Datum: 02. Januar 2019

Dieses Buch entführt einen in das historische Paris zur Zeit von Louis XV - für Commisaire Le Floch geht es um die Aufklärung eines rätselhaften Mordfalles - zumal die Leiche zwischen den Opfern einer Katastrophe gefunden wurde. Es wird im Laufe der Erzählung immer verzwickter, aber der junge Kriminalist kann auf die Hilfe seiner Freunde zählen. Man wird in diesem Roman in das alte Paris entführt, befindet sich auf einer Kutschfahrt über holprige und mit Unrat bedeckten Straßen, ein Fest endet in einer Tragödie und die Handlung wird immer rätselhafter. Spitzel, der Henker von Paris, ein alter Wundarzt, ein pensionierter Staatsanwalt, ja selbst der König und der Klerus greifen in die Handlung ein, um zu einer schnellen Aufklärung des Falles zu kommen. Aber trotz vieler Widrigkeiten gelingt es Le Floch, Licht in dieses verzwickte Angelegenheit zu bringen.
Sehr hilfreich beim Lesen des Buches sind die angefügten Personenbeschreibungen und ein Glossar der vielen französichen Begriffe - sollte man unbedingt zum besseren Verständnis lesen.
Leider gibt es so einige Fehler im Buch: obwohl die Handlung am 30. Mai 1770 beginnt, ist am Anfang vom 30. MÄRZ 1770 die Rede, unvollständige Sätze und Falschbenennung von Personen - statt Schwägerinnen ist plötzlich von Stiefschwestern die Rede!! Sind das Fehler des Übersetzers??? Fehler beim Druck???
Ansonsten fand ich das Buch sehr vergnüglich - bis hin zum überraschenden Ende .......

Spannende Geschichte - anspruchsvoller Schreibstil

Von: Oliver Hoffmann Datum: 02. Januar 2019

Die Geschichte beginnt ein wenig träge, entwickelt sich aber zur Mitte des Buches hin und ist dann auch spannend zu lesen. Ich habe mich bis dahin zugegebenermaßen etwas durch die Seiten gequält. Dies war zum einen dem der damaligen Epoche angepassten Vokabular - zum anderen den sehr häufig vorkommenden französischen Namen, Straßennamen sowie Gebäudebeschreibungen geschuldet. Das hat bei mir hin und wieder zu Verzögerungen im Lesefluss geführt. Dennoch kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen, da es insgesamt doch recht spannend war.

spannende Geschichte

Von: Alina Datum: 01. Januar 2019

Die Geschichte des Buches ist spannend und lässt gut in die damalige Zeit Einblicken, jedoch ist die Wortwahl natürlich passend zu der Zeit gewählt, was es für mich persönlich etwas kompliziert zu lesen macht.

Für jeden Paris-Liebhaber zu empfehlen

Von: Kerstin Datum: 31. Dezember 2018

Zehn Jahre nach seinem letzten Fall im Paris des Jahres 1770: Nicolas Le Floch wird von Polizeichef de Sartine mit dem Personenschutz für die königliche Familie anlässlich der Heirat des Dauphins mit Marie-Antoinette beauftragt. Zu diesem Anlass haben sich tausende von Pariser Bürgern auf dem Place Louis XV versammelt, um das große Feuerwerk anlässlich dieser Vermählung anzuschauen. Plötzlich bricht durch eine fehlgeleitete Rakete eine Massenpanik aus: alle versuchen gleichzeitig den Platz zu verlassen, behindern sich dabei gegenseitig und trampeln sich zu Tode oder ertrinken in der Seine.
Die zahlreichen Opfer des Vorfalls werden auf den Cimetière de la Madeleine gebracht, wo Commissaire Le Floch, sein Assistent Bourdeau und der Wundarzt Semacgus auf den Leichnam einer jungen Frau stoßen. In der Hand der Leiche befindet sich eine schwarze Perle aus Obsidian und bei der Untersuchung fällt Ihnen auf, dass der Hals bläuliche Abdrücke von Fingern aufweist - eine eigenartige Verletzung für jemanden, der angeblich von der Menge erdrückt wurde. Es stellt sich tatsächlich heraus, dass die Frau erwürgt wurde und kurz zuvor noch ein Kind entbunden haben muss.
Das Ofer ist die 19-jährige Élodie Galaine, Nichte eines Pelzhändlers, die erst vor kurzem aus Neufrankreich nach Paris zurückgekehrt ist. Le Floch wird mit den Untersuchungen beauftragt um herauszufinden, wer für den Tod der jungen Frau verantwortlich ist…

Ich kannte bislang weder den Autor noch alle vorangegangenen Werke und bin daher sehr unvoreingenommen ans Lesen gegangen. Positiv sind wirklich die gut recherchierten, historischen Zusammenhänge, die allerdings gleichzeitig für mich etwas zu detailliert sind und damit jede aufkommende Spannung etwas zunichte gemacht haben. Durch die sehr verschachtelten Satzstellungen ist es auch kein Buch, das ich als leichte Lektüre einstufen würde. Für jeden Paris-Liebhaber, der an geschichtlichen Hintergründen interessiert ist, ist das Buch aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Krimi mit Geschichtsstunde

Von: Chrissieliest Datum: 30. Dezember 2018

Bei „Commissaire Le Floch & das Phantom der Rue Royale“ handelt es sich um den 3.Band einer Reihe, die im Paris des späten 18.Jahrhunderts spielt. Gut hat mir gefallen, dass man - so wie ich - ohne die Vorkenntnisse der beiden vorherigen Bücher mit allen Protagonisten des Buches schnell warm werden konnte. Die kleinen Hinweise auf frühere Fälle machten mich eher neugierig und ich werde die Lektüre der beiden Bände auf jeden Fall nachholen. Inzwischen gibt es ja einige historische Paris-Krimireihen. Bei Commissaire Le Floch gefällt mir besonders die lebendige Beschreibung des Alltags der verschiedenen Stände, die Beschreibung der Stadt und ihrer Bauwerke. Als Besucherin des heutigen Paris bekommt man ein ganz anderes Gefühl für diese schöne Stadt und ihre Vergangenheit. Der Kriminalfall - der ja schon im Einleitungstext beschrieben wird ( und mehr möchte ich nicht verraten) - wird spannend geschildert, es gibt genügend falsche Fährten für den Leser. Man ist ja immer selbst als Ermittler unterwegs beim Lesen und jede weitere Wendung gibt neue Rätsel auf.
Insgesamt ist es wirklich ein detailreicher Pariskrimi mit einer sympathischen Hauptperson. Ein Kommissar, der häufig seiner Intuition folgt und auch mal unorthodoxe Wege geht. Der Autor François Parot kann auf keinen Fall sein Geschichtsstudium verleugnen. Seine Sprache ist jedoch nie wissenschaftlich trocken oder belehrend. Im Gegenteil, ich fand die vielen kleinen Details sehr interessant. Dieses Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen - nicht nur für Paris- oder Geschichtsfans sondern für alle Fans von gut recherchierten, hintergründigen Kriminalgeschichten. Trotzdem habe ich nur 4 von 5 möglichen Sternen vergeben. Die Geschichte um das Dienstmädchen Miette (pst, keine Details verraten) wäre m.E. eigentlich nicht erforderlich gewesen, um die Story durchgängig spannend zu gestalten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Chrissieliest

"nichts ist näher an einem Abgrund als ein Gipfel."

Von: Travel Without Moving Datum: 30. Dezember 2018

"nichts ist näher an einem Abgrund als ein Gipfel." (Seite 57)

Paris im Jahre 1770: Monsieur de Sartine hat Nicolas Le Floch den Personenschutz für die königliche Familie anlässlich der Heirat des Dauphins mit Marie-Antoinette übertragen. Mit einem spektakulären Feuerwerk soll die bevorstehende Vermählung gefeiert werden, und die Straßen Paris‘ sind voller Menschen und Kutschen.

Durch fehlgeleitete Feierwerkskörper bricht schließlich ein Feuer aus, und es kommt zu einer Massenpanik: Menschen versuchen, durch die vollgestopften Straßen zu fliehen, werden zu Tode getrampelt oder fallen in die Seine und ertrinken.

Als Nicolas, sein Assistent Bourdeau und der Wundarzt Semacgus auf dem Cimetière de la Madeleine, wo die zahlreichen Leichen der Katastrophe abgelegt wurden, den Leichnam einer jungen Frau untersuchen, fällt ihnen auf, dass ihr Hals bläuliche Abdrücke von Fingern aufweist - eine höchst eigenartige Verletzung für jemanden, der angeblich von der Menge erdrückt wurde. Und tatsächlich stellt sich bald heraus, dass die Frau erwürgt wurde und dass sie kurz zuvor ein Kind geboren hat.

Ich habe die ersten beiden Bände der Commissaire Le Floch-Reihe mit großer Begeisterung gelesen und mich seitdem sehr auf den dritten Band gefreut. Diesmal hat es allerdings ein bisschen gedauert, bis mich die Geschichte wirklich gefangen genommen und überzeugt hat, auch wenn sich bereits von der ersten Seite an die typische Stimmung eingestellt hat, die einen glaubhaft ins Paris des 18. Jahrhunderts versetzt.

Beim dritten Band hat es fast 200 Seiten gedauert, bis ich mich richtig in die Geschichte eingefunden hatte. Auch wenn diese ersten 200 Seiten durchaus spannend waren, waren sie meiner Meinung doch schwächer als die ersten beiden Bände der Reihe, und erst mit Nicolas‘ Einzug ins Haus des Pelzhändlers und Kürschners Charles Galaine, dem Onkel der getöteten jungen Frau, hat die Geschichte einen wohligen Grusel verbreitet, der mich ohne Unterlass weiterlesen ließ.

Im Hause Galaines, wo Nicolas versucht, den Tod der Nichte näher zu erforschen, ein Motiv und einen Täter zu finden, geschehen allerlei obskure Dinge, und der Leser verbringt hier regelrecht die Tage und Nächte mit Nicolas, der nachts ein unheimliches Klopfen an der Tür hört, der tagsüber äußerst seltsame Dinge im Haus beobachtet und der nicht weiß, wem er was glauben soll.

Auch wenn ich den dritten Band etwas schwächer als die ersten beiden Bücher fand, kann ich die Reihe sehr empfehlen, denn hier wird man nicht nur hervorragend unterhalten, sondern man erhält zudem tiefe Einblicke in den Alltag im Paris des 18. Jahrhunderts, bekommt vom Autor gezeigt, wie die Reichen und die Armen lebten, was sie bewegte, was ihnen Schwierigkeiten bereitete, wie die politische Situation das Leben prägte.

Jean-François Parot starb am 23. Mai 2018. Auf Französisch liegen 13 Commissaire Le
Floch-Bände vor. Der vierte Band der Reihe (‚Commissaire Le Floch und das Gift der Liebe‘) erscheint am 24. Juni 2019 bei Blessing.

Dies sind die bereits erschienenen Bücher der Reihe:
Die Welt des Commissaire Le Floch (kostenloses Ebook)
1. Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
2. Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten
3. Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale

Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale. Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Blessing, 2018, 448 Seiten; 17 Euro.

Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale

Von: Pudelpointer Datum: 28. Dezember 2018

Gute und spannende Handlung vom Autor historisch sehr genau recherchiert.
Der Leser erhält einen authentischen Einblick in die Zeit, in der der historische Krimi spielt.
Auflösung es Krimis ist der unerwartete Aha-Effekt.
Glossar ist für dieses umfangreiche Buch toll, um sich als Leser zurchtzufinden. Ebenso der Stadtplan von Paris.
Damit der Roman die volle Punktzahl bekommt könnte er in manchen Passagen etwas gekürzt werden.

Außergewöhnliche und elegante Sprache - super Story

Von: Laura Datum: 27. Dezember 2018

Das Besondere dieses Krimis ist eindeutig der Schreibstil. Er ist an die historische Zeit, in der das Buch spielt, super angepasst, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch ist die Sprache allerdings gleichzeitig auch gehoben, was das Lesen etwas erschwert. Ich musste mich beim Lesen mehr konzentrieren um den Inhalt folgen zu können, als bei anderen Büchern.
Obwohl ich normalerweise weniger Krimis lese, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Die Story hat mich mitgerissen und ich konnte dem Kommissar Le Floch sehr gut folgen in seinen Gedankengängen und seinen Untersuchungen. Es kamen zwar einige Figuren vor, da sie jedoch im Personenverzeichnis vorne erklärt werden, konnte man hin und wieder noch einmal nachlesen, um wen es sich handelt. Hinten im Glossar werden außerdem noch Fremdwörter oder fremde Sprichwörter erläutert. Diese sind im Buch jeweils kursiv geschrieben. Hinzu kommt noch, dass der Bucheinband sehr schön und aufwendig gestaltet ist und auf der Innenseite des Deckblattes sowie von der Rückseite ist jeweils eine Karte von den Straßen von Paris abgebildet. Man möchte das Buch schon allein wegen dieser schönen und aufwendigen Gestaltung lesen.
Dieses Buch ist auf jedenfall etwas für alle, die es lieben in der Vergangenheit zu ermitteln.

Einstieg etwas schwerer, dann spannend

Von: Motte Datum: 25. Dezember 2018

Der Krimi ist sehr interessant, aber der Einstieg fiel mir recht schwer. Da ich weder den Vorgänger kenne, noch viel über die Zeit, in der der Roman spielt, wusste, musste ich anfangs viel im Anhang nachlesen. Dass dort viel erklärt wird finde ich super, den Lesefluss hat es allerdings gestört - und abends vor dem Einschlafen ist das definitiv nichts. Nach einer Weile kommt man mit Orten und historischen Personen aber besser klar und kann sich auf die spannende Geschichte konzentrieren.

Commissaire Le Floch

Von: AlMaDetten Datum: 25. Dezember 2018

Das Titelbild sowie der Titel haben mich sehr angesprochen. Jedoch wurde ich vom Inhalt doch nicht so ganz überzeugt. Die Geschichte plätschert über viele Seiten ohne eine signifikante Handlung so vor sich hin. Es gibt kaum Spannungsmomente. Der Roman wird als historischer Paris-Krimi beworben. Das historische Umfeld jedoch kommt meiner Meinung nach zu kurz.
Es gibt gelegentlich Hinweise auf Geschehen aus früheren Bänden, die man, ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben, nicht nachvollziehen kann.
Positiv zu erwähnen ist, dass es ein Verzeichnis der historischen Persönlichkeiten sowie ein Glossar zu den französischen Begriffen im Anhang gibt.

Alles in allem ist es ein sehr seichter Krimi, der in sich zwar schlüssig aufgebaut ist, aber mich persönlich nicht überzeugen konnte.

Ein etwas anderer Krimi

Von: Willi2001 Datum: 24. Dezember 2018

Am Anfang war der Stil etwas gewöhnungsbedürftig, weil es ein historischer Krimi ist. Aber als ich mich reingelesen hatte, habe ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt. Sehr interessant war auch zu erfahren, welche Methoden der Aufklärung zu dieser Zeit schon zur Verfügung standen (z. B. die Leichenöffnung). Ich werde sicherlich auch den nächsten Roman über Comissaire Le Floch lesen.

Der vierte und letzte Teil kommt in wenigen Wochen

Von: Cornelia Datum: 24. Dezember 2018

Ein Einstieg mit Band drei ist machbar, da am Anfang alle wichtigen Personen kurz vorgestellt werden. Hilfreich ist auch die vielen Hinweise auf die alte Zeit am Ende des Buches hilfreich.

Wer einen ruhigen Krimi mag, gespickt mit historischen Fragmenten, der ist hier genau richtig und wird seine Freude beim Lesen haben. Der vierte Band kommt in 2019 - der letzte, da der Autor verstorben ist.

Commissaire Le Floch und das Phantom der Tür Royale

Von: Jacqueline Datum: 24. Dezember 2018

Dieser mitreißende historische Krimiroman, der im Paris des 18. Jahrhunderts spielt ist ein wahrhaftiges Meisterwerk. Der spannende Schreibstil von Jean-François Parot lässt den Leser mitfiebern und mitraten wer der oder die Mörderin sein könnte. Besonders gut geeignet ist dieses Buch für alle Liebhaber der Vergangenheit und Paris.

Spannung ist immer garantiert

Von: Michael Lausberg Datum: 21. Dezember 2018

Ein neuer Fall für Kommissar Le Floch im historischen Paris kurz vor der Revolution: Die anstehende Hochzeit Ludwigs XV mit der österreichischen Prinzessin Marie-Antoinette wird am 30.5.1770 mit einem Feuerwerk gefeiert. Dabei verursachen die Explosionen Feuer, Panik erfasst die Menschenmassen, die die Show sehen. Hunderte von Toten und Verletzte sind dabei zu beklagen.
Nicolas Le Floch, Polizeikommissar von Châtelet, erhält das Recht, diesen Fall zu untersuchen, in dem Fehler bei der Aufrechterhaltung der Ordnung gemacht wurden, zumal diese Verantwortung bei der Gesellschaft der Pariser Wachen lag. Bei seiner Untersuchung entdeckt der Kommissar die Leiche einer jungen Frau, Elodie Galaine, die eine schwarze Perle fest in der Hand hält. Die Obduktion zeigt außerdem, dass sie erstickt wurde. Es ist offensichtlich, dass ihre Überreste mit denen der anderen Leichen vermischt wurden, um einen Mord zu verbergen. Dies ist der Ausgangspunkt dieser polizeilichen Ermittlungen, die im Paris der Aufklärung durchgeführt wurden.
Die Ermittlungen des Kommissars führen ihn in die Rue Royale, zu Charles Galaine, einen Pelzmeister, der dort mit seiner Nichte Elodie lebte. Er residiert in seinem Haus, auf Anordnung des Königs, der ihn wertschätzt und an den er persönlich berichten wird. Dabei lernt Le Floch Naganda, einen zweideutigen Charakter, Sohn eines in Frankreich verbündeten Stammesführers, der Elodies Diener war und seit ihrem Tod verschwunden ist. Voerst gehört er zu den Verdächtigen.
Andere merkwürdige Personen kommen ins Spiel: eine Dienerin, die ihre zukünftige Mutterschaft verbirgt und mit der Stimme der Toten spricht und Le Floch Details über sein Leben offenbart. Weiterhin wird ein Monster mit einem weißen Gesicht erwähnt, eine Quittung wird im Haus von Galaine und Datum des Tages der Tragödie entdeckt.Außerdem gibt es einen Kindsmord, einen angekündigten Bankrott, verpfändete Glücksspielschulden und Kleidung, Erpressung, ärgerliche Liebe, einen langen Prozess, in dem unser Kommissar den Akzent des Anklägers nimmt.
Jean-François Parot lässt den Leser auch diesmal den Alltag der einfachen Leute, Kabaretts und Häuser des Vergnügens, aber auch die Intrigen des Gerichtes treffen und beschreibt so das wirkliche Leben im Kontext dieses Jahrhunderts der Aufklärung. Die Winkelzüge dieses Verbrechens sind mannigfaltig und manchmal etwas zu viel des Guten. Spannung ist aber dadurch immer garantiert.

Commissaire Le Floch Bd. 3

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 11. Dezember 2018

Waren die ersten beiden Bände noch in einem "Wochenend-Rutsch" durchzulesen, brauchte ich für diesen Roman ganze zwei Wochen - abends, mittags und am Wochenende. Und zwar nicht, weil es schlechter ist als die anderen oder gar langweilig. Nein. Ich kam nur schwerer in die Story hinein. Perot recherchierte hervorragend und packte sehr viele Details in sein Werk hinein. Details, die teils interessant sind und man bei einigen geschichtlichen auch vieles nebenbei lernt. Das mag ich sehr! Aber auch ein Zuviel an Details zur Ausschmückung der aufzuklärenden Fälle rund um Louis XI und die Hochzeit seines Sohnes mit Marie-Antoinette.

Charaktere und Typen sind wunderbar ausgearbeitet. Commissaire Le Floch wächst an seinen Aufgaben, bekommt mehr Handlungsfreiheit und löst gekonnt mit Hirn und Witz knifflige Aufgaben. Ich fand durchaus Freude an diesem Buch und dem Mix des historischen Krimis. Vom Miträtseln mal ganz zu schweigen!

Fazit: Schmöker, keine leichte Kost!

Gut zu lesen

Von: Bibibooklove Datum: 10. Dezember 2018

Obwohl mir die anderen Bücher der Reihe unbekannt waren, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir dadurch etwas gefehlt hat, um das Buch genießen zu können.
Die Beschreibungen sind sehr gut, sodass ich mir alles gut bildlich vorstellen konnte.
Das Buch ist sehr spannend gehalten, man bleibt selbst lange im Unklaren und kann miträtseln.

Auch historisch ist alles gut recherchiert und bietet Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Ich habe jetzt auf jeden Fall Lust, noch mehr aus dieser Buchreihe zu lesen.

Spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 08. Dezember 2018

Nicolas Le Floch ist zurück, der Pariser Commissaire und Protagonist des französischen Schriftstellers und Historikers Jean-Francois Parot. Die Reihe besteht aus dreizehn Bänden, wird aber auch nicht fortgeführt, da der Autor im Mai 2018 leider verstorben ist.

Zehn Jahre sind seit dem letzten Fall vergangen, mittlerweile schreiben wir das Jahr 1770, und das dritte Buch (der dreizehnbändigen Reihe) „Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale“ startet mit einem historisch verbürgten Ereignis: Tausende Pariser Bürger haben sich auf der Place Louis XV versammelt, um das große Feuerwerk anlässlich der Vermählung von Ludwig XVI. mit Marie-Antoinette anzuschauen, als durch fehlgeleitete Raketen eine Massenpanik ausbricht. Le Floch ist auf Befehl von Polizeichef Sartine vor Ort, kann aber die Katastrophe auch nicht verhindern. Es gibt unzählige Verletzte und 139 Tote, und unter den Toten fällt Le Floch eine junge Frau mit Strangulationsmerkmalen am Hals auf, die eine schwarze Perle in der Hand hält. Ihre Identität ist schnell geklärt, sie ist die Nichte eines Pelzhändlers, erst vor kurzem aus Neufrankreich (dem heutigen Kanada) zurückgekommen. Aber wer könnte ein Interesse an dem Tod der jungen Frau haben? Le Floch wird mit den Untersuchungen beauftragt, läuft gegen Wände, da offenbar jeder etwas zu verbergen hat und sieht sich während seinen Ermittlungen mit Ereignissen konfrontiert, die weit über seine Vorstellungskraft hinausgehen…

Was die Kriminalromane dieser Reihe auszeichnet ist die historische Authentizität, die mit Sicherheit dem Umstand geschuldet ist, dass das Interesse des Historikers Jean-Francois Parots dem Zeitalter der Aufklärung mit Schwerpunkt Paris galt. Zu dieser Thematik gibt es von ihm auch eine Examensarbeit, in der er exemplarisch die gesellschaftliche Entwicklung in drei Pariser Vierteln unter die Lupe nimmt. Man watet mit seinen Protagonisten durch den allgegenwärtigen Dreck, hat den fauligen Gestank der Gassen in der Nase, hat Mitleid mit den Ärmsten, regt sich über die Borniertheit der Bürger und die Verschwendungssucht des Adels auf. Gepaart mit einem spannenden und raffinierten Plot und einem sympathischen Protagonisten, der sich vom Landei zum Stadtmensch entwickelt hat, bietet „Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale“ historisch interessierten Lesern beste Unterhaltung auf hohem Niveau.

Dazu gibt es dann auch noch ein schönes Extra: auf den Innenseiten der Klappenbroschur findet man einen detaillierten Pariser Stadtplan der damaligen Zeit, auf dem die Handlungsorte gekennzeichnet sind, so dass der Leser die Schritte der Protagonisten verfolgen kann.

Verwirrend durch zu viele Details

Von: Franziska Datum: 07. Dezember 2018

Zu aller erst muss ich sagen, dass ich die vorangegangenen Bände nicht gelesen habe. Was für mich jedoch keinen Nachteil bedeutete, da alle Bücher in sich abgeschlossen sind und man Beziehungen zu verschiedenen Charakteren gut nachvollziehen kann.

Weniger gefiel mir der Aufbau der Handlung. Es wird im gesamten Buch versucht, eine Spannung aufzubauen, jedoch vernichtet der Hauptcharkater durch seine emotionslose Haltung diese wieder.

Auffällig ist, dass der Autor wohl sehr verliebt in Frankreich war. Ich finde die historische Recherchen des Autors sehr gut und fehlerfrei. Jedoch störte es mich ungemein beim Lesen ständig zu wissen, in welche Straße der Prota jetzt abbiegt, welche Straße und welches Gebäude dieser wieder gegenüberliegt und in welche Straße man noch gehen kann. Es ist streckenweise viel zu viel Information von Orten, die einfach nur für die Handlung überflüssig sind.

Das nächste Problem, dass ich leider hatte, war die Sprache. Der Autor verwendet überwiegend lange, schachtelige Sätze, so dass ich viele Passagen mehrmals lesen musste, um sie ganz zu verstehen. Hinzu kommen die vielen französischen Namen und Begriffe, mit denen ich persönlich auch nichts anfangen konnte. Hier werden sich Fans der französischen Sprache aber sicherlich sehr wohl fühlen.

Was ich auch sehr schade fand, war die Ausformung der Charaktere. Zwar wird ständig jede kleinste Mimik und Gestik beschrieben, beim Lesen hatte ich dann aber das Gefühl, die Charaktere stehen nur emotionslos in der Gegend. Ich konnte mich in keinen einzigen Charakter hineinversetzen oder eine Bindung aufbauen.

Positiv muss erwähnt werden, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer der Täter war. Aber vielleicht war ich durch die vielen Beschreibungen auch zu abgelenkt.

Fazit: Für Leser, die gern ins Detail gehen und wie der Autor eine Leidenschaft für das alte und heutige Frankreich haben, sehr zu empfehlen. Alle, die auf einen spannenden Krimi stehen, sollten lieber die Finger davon lassen.

4,5 von 5 �� eine ganz besondere Reihe

Von: Melanie Berg Datum: 06. Dezember 2018

Rezension von Melanie zu Le Floch & das Phantom der Rue Royale von @Jan-Francois Parot

4,5 von 5 �� eine ganz besondere Reihe

Klappentext
"Der dritte Roman in der Commissaire-Le-Floch-Reihe. 

Paris 1770: Mit einem großen Feuerwerk lässt König Ludwig XV. die bevorstehende Hochzeit des Thronfolgers mit der österreichischen Prinzessin Marie-Antoinette feiern. Als einige Feuerkörper fehlgeleitet werden, bricht Panik auf der Place Louis XV. aus. Dutzende von Menschen werden zu Tode getrampelt. Commissaire Nicolas Le Floch stößt auf eine Leiche, die am Hals auffällige Spuren aufweist und in der erstarrten Hand eine Perle aus Obsidian hält: Diese Frau ist offensichtlich mit einem Strick ermordet worden. 

Es handelt sich um die hübsche 19-jährige Élodie Galaine, Mitglied einer Pelzhändlerfamilie, die erst vor Kurzem wieder aus Quebec zurückgekehrt ist. Eine genauere Untersuchung des Leichnams ergibt, dass sie schwanger gewesen sein muss und vermutlich erst kurz vor ihrem Tod entbunden hat. Élodies Familie wirkt seltsam unbeührt vom Tod der Nichte, scheint sich aber auf Naganda, einen Indianer aus Quebec, der Élodies Diener war und jetzt wie vom Erdboden verschwunden ist, als Hauptverdächtigen zu einigen."

Quelle Amazon Verlag

Meinung
Endlich geht die Reihe weiter, dieses Miss Marple auf Französisch ist total fesselnd. 

Das Cover passt in diese Reihe nur die Farbe hat sich geändert! Ich war bei diesem Teil voller vorsichtiger  und begeisterter  Erwartung; vorsichtig, weil bei manchen Reihen sich manchmal die Ermüdungserscheinungen einschleicht.

Aber bei weitem nicht in Band 3, sind wir wieder im 18. Jahrhundert, und das gute ist, wer diese Reihe noch nicht gelesen hat kann problemlos einsteigen, da die Teile alleine lesbar sind, aber dann ist man drin und wird die anderen Teile auch suchten. 

Auch diesmal hat sich Parot was Besonderes für die Story erdacht, in diesem Fall geht es um Exorzismus, der wirklich exellent und detailliert beschrieben, und macht klar wir verrückt die Menschen im Mittalter waren, besonders gefallen hat mir die aufgezeigte pikierte Reaktion der Pariser Gesellschaft. 

Ich konnte es bildlich vorstellen mir sehen, so gut war es beschrieben.

Es passiert bei der Hochzeit des Sonnenkönigs mit der bald kopflosen Marie-Antoinette, das zur Feier des Ereignisses abgefeuerte Feuerwerk ����, gerät dieses ausser  Kontrolle.

Und die Bevölkerung gerät in Panik und versuchen alle gleichzeitig vom Platz zu entkommen, behindern sich gegenseitig und trampeln sich zu Tode.

Als Commissaire leider Floch an besagten Schlachtfeld ähnelden Schauplatz erscheint, fällt diesem aber nur eine der Toten ins Auge, da sie bei näherer Begutachtung, erwürgt worden ist!  

In ihrer Hand eine schwarze Perle. Ein Freund Nicolas, der Henker und am Hofe der Gerichtsmediziner, bestätigt den ersten Anschein den Commissaire.

Traurig dabei ist, was zusätzlich herausgekommen ist, die junge Tote war schwanger��, sie würde wahrscheinlich unter die anderen Toten untergeschoben, damit es nicht gleich entdeckt wird, aber der oder die Täter haben nicht mit Nicolas Le Floch gerechnet!

Es stellt sich heraus, das die Tote die Nichte eines Pelzhändlers ist. ( Anm. der Rez. Ich hasse Pelzträger).

Die Familie der Toten, besonders die Schwestern sind sehr betroffen, ebenso einer der Kinder, da Nicolas die Schwangerschaft verschweigt wird es sehr spannend. Wer hat Élodie umgebracht? Wer ist der Vater des ungeborenen Kindes?

Zu den Dienern gehört u.a. eine Köchin, und eine "Hexer" namens Miette, mit Tattoos und schwarzen Haaren passt sie laut der Nachbarschaft halt nicht dorthin. ( Ist wie heute, anders ist allgemein schlecht! #kopfschüttel#)

die Auflösung des Falls ist sehr gut durchdacht und auch wenn man den ein oder anderen verdächtig bleibt man lange im Unklaren.

Auch erfährt man mehr über den jungen Leuten Floch, und seine erste Liebe❣️

Diese Reihe ist was ganz Besonderes, und ist echt lesenswert und auch eine klare Leseempfehlung!

Fakten
489 Seiten  
TB 17,00 € €
Ebook 13,99 €

Erschienen im @blessing Verlag 

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. 

Ich möchte mich bei bei Randomhouse und dem Verlag für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! 

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:

http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1 

spannend aber auch verwirrend

Von: Albert Datum: 06. Dezember 2018

Die Story ist spannend aufgebaut, sehr gut recherchiert und fesselt schon nach den ersten Seiten. Man taucht tief in das Paris der Vergangenheit ein. Was mich verwirrt hat, sind die vielen französischen Namen und da dies der erste Roman dieses Schriftstellers war, mussste ich mich diesbezüglich erst daran gewöhnen.
Es bleibt aber bestimmt nicht bei diesem Buch und ich freue mich schon auf weitere Bücher dieses Autors.

Eine spannende Zeitreise ins Paris des 18. Jahrhunderts

Von: Kim F Datum: 03. Dezember 2018

Paris im Jahre 1770: Commissaire Nicolas Le Floch ermittelt in seinem dritten Fall. Während des Feuerwerks zur Feier der bevorstehenden Hochzeit von Marie-Antoinette mit dem französischen Thronfolger bricht eine Panik aus, dutzende werden totgetrampelt. Le Floch findet unter den Toten eine Leiche, die offenbar mit einem Strick erdrosselt wurde und die in der Hand eine Perle aus Obsidian hält. Es ist die 19-jährige Élodie Galaine, die aus einer Pelzhändlerfamilie stammt und vor wenigen Jahren aus Quebec zurückkehrte. Als ihre Leiche obduziert wird, stellt sich heraus, dass sie erst kurz vor ihrem Tod ein Kind auf die Welt gebracht hat. Ihre Familie scheint seltsam unberührt von ihrem Tod, hält aber ihren Diener Naganda, einen Indianer aus Quebec, für den Schuldigen...

Die beiden Vorgängerbände habe ich wirklich mit großem Vergnügen gelesen, sodass ich den gerade erschienenen dritten Teil sehnsüchtig erwartet habe. Er ist leider ein wenig schwächer als Band 1 und 2, doch immer noch enorm lesenswert. Diesmal setzt die große Spannung, die mich bei den Vorgängern die ganze Zeit an das Buch fesselte, jedoch erst im letzten Drittel des Krimis ein, davor zieht sich die Handlung hin und wieder ein wenig. Zum Teil fand ich den Fortgang der Ermittlungen, die sich auch darum kümmern sollten, wie die Katastrophe während des Feuerwerks passieren konnte, ein wenig unlogisch. Zudem nehmen die Wahnvorstellungen einer Magd der Familie Galaine und der an ihr durchgeführte Exorzismus weite Teile des Buches ein, was definitiv nicht so ganz mein Thema war, zumal dies auch irgendwie offengelassen wird. Dafür entschädigt zumindest der Schluss des Buches, der enorm fesselnd die letzten Verhöre der Familienmitglieder und Nicolas‘ Beweisführung und Indiziensuche zusammenbringt und bei dem man herrlich miträtseln kann, bis man endlich hinter die ganze schockierende Geschichte kommt.
Sehr gelungen eingebettet in die Krimihandlung sind diesmal zwei Welten, die man in den ersten beiden Teilen noch nicht kennen gelernt hat. Zum einen die Welt des Handels, der ein wenig angerissen wird, und zum anderen, damit verbunden, die Überseekolonien Frankreichs. Besonders spannend war der Umgang mit den Ureinwohnern der zum Teil ehemals französischen Überseegebiete anhand des Indianers Naganda zu beobachten, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller politischer Debatten: überfrachtet mit Vorurteilen und Abwertungen, wie auch beleidigenden Bezeichnungen für indigene Bevölkerungsgruppen, da ist Le Floch eine willkommene Abwechslung, der zwar auch ein Kind seiner Zeit ist und damit nicht frei von ihren Vorurteilen, doch er behandelt Naganda zumindest würdevoll. All dies macht die Krimis von Parot einfach aus, man lernt unheimlich viel über die französische Geschichte im 18. Jahrhundert und scheint selbst durch das damalige dreckige Paris zu schlendern. Ich war vor wenigen Wochen das erste Mal selbst in der Stadt, was zu einer noch größeren Verbindung führte, die ich zu dem Handlungsort während des Lesens aufbaute. Man bekommt wirklich das Gefühl, selbst dort zu sein, und findet sich besser zurecht. Doch auch der Kontrast zu heute wird deutlicher, wie die Stadt sich entwickelt hat, welche Gebäude weichen mussten oder neue Verwendung bekommen haben, für mich immer sehr faszinierend. Ähnlich auch etwa die Einblicke ins Justizsystem, das vom König ausging, dessen Interessen Le Floch bei seinen Ermittlungen auch immer mitbedenken muss. Auch merkt man, wir steuern langsam, aber sicher auf die Französische Revolution zu, Marie Antoinette heiratet gerade den späteren Ludwig XVI., was mich noch mehr gespannt auf die kommenden Bände macht, wird es doch interessant zu sehen sein, wie all die liebgewonnenen Figuren durch die Revolution kommen und wie viel sich für jeden einzelnen, aber auch für ganz Frankreich ändern wird.
Leider gab es in diesem Band, ähnlich wie im ersten Teil, sehr viele Tippfehler bzw. fehlende Buchstaben, das hätte beim Korrektur lesen eigentlich auffallen müssen. Sollte man bei einer Neuauflage unbedingt beheben. Ansonsten stimmt die Aufmachung des Krimis aber wirklich, das Cover ist genauso wie die Vorgänger gestaltet, mit einem Auszug aus einem historischen Stadtplan Paris‘. Auf den Innenseiten des Einbands ist erneut eine Stadtkarte vom damaligen Paris abgebildet, auf der einige wichtige Handlungsorte eingezeichnet sind. Vorm Text findet man noch ein Inhaltsverzeichnis und eine Auflistung der wichtigsten handelnden Personen, im Anhang gibt es noch Erläuterungen zu historischen Personen, die im Text auftauchen oder erwähnt werden, wie auch ein Glossar mit wichtigen Begriffen.

Fazit

Wenn auch der schwächste der drei bisherigen Le Floch-Krimis, kann auch dieser Fall wieder überzeugen. Die Spannung setzt zwar erst etwas später ein, doch die Handlung ist erneut überaus gelungen in die französische Geschichte eingebettet und auch die Aufmachung des Buches kann sich wieder sehen lassen! Ich warte jetzt schon gespannt auf den vierten Teil, der im Juni erscheinen wird!